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 Betreff des Beitrags: Gebährmutterentzündung
BeitragVerfasst: So 18. Okt 2009, 15:52 
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Hallo, ich habe darüber hier noch nichts gefunden.

Mich würde mal interessieren (und andere vieleicht auch ;) ) ,keine Angst ,das heist jetzt nicht das wir diese Probleme haben.

Welche typischen Anzeichen für eine Gebährmutterentzündung gibt es?
Wie wird behandelt? Wie lange dauert so eine Behandlung?
Ist eine Kastration die Folge einer solchen Erkrankung?


Ich danke euch schon mal für eure Antworten :klasse:

_________________
Liebe Grüße Diana und Hundis


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: So 18. Okt 2009, 15:52 


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 Betreff des Beitrags: Re: Gebährmutterentzündung
BeitragVerfasst: So 18. Okt 2009, 16:39 
Hallo Diana,

ich hatte vor kurzem (ich denk 4 Tage oder so sinds her) - meine erste Bekanntschaft mit so etwas. Gott sei dank war es eine offene Pyometra - so dass wir durch OP das Leben meiner Hündin - nun ja zumindest kurzzeitig retten konnten. Bei einer geschlossenen Pyometra hätten wir vermutlich nicht so glück gehabt - da Mattigkeit und erhöhter Durst auch bei meiner Hündin als Folge einer anderen Krankheit auftretten. Bei Mariet war es so, dass plötzlich eine braune "Suppe" aus ihr rausfloß. Symptome zeigte sie früher und wir vermuteten einen Rückfall bzgl ihrer Anämie - nun waren ja die Symptome zu dem Zeitpunkt die gleichen. Nur das Blutbild obwohl es schlecht war - war es nicht schlechter wie sonst - also blieb nur die Sorge über was los war- bis Gott sei Dank die "Suppe" Klarheit verschaffte.
Bei anderen Hündinnen gibt es die Möglichkeit eines Ausspülens und Antibiotika - aber bei meiner nicht - da sie wegen ihrer anderen Medikamente überhaupt kein Immunsystem hat. Also blieb nur sofortige Kastration. Sie hat auch fast die OP nicht überlebt - den ihr Herz blieb währenddessen stehen und zwar nicht für einen Moment.
Ich denke wenn man eine Hündin hat die von vornherein Gesund ist - die Symptome etwas klarer sind - wobei bei einer geschlossenen Pyometra die platzt kann es schnell zu spät sein.


Ich habe das große Glück einen TA zu haben der ehemaliger Hudnezüchter ist - udn der wirklich meine Hündin leibt - so sehr, dass er sie nach der Op zu mir nach Huase gebracht hat und ins Bettcheng elegt hat. Danke Dr Foerster!

Gruß
Katherine


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 Betreff des Beitrags: Re: Gebährmutterentzündung
BeitragVerfasst: So 18. Okt 2009, 16:41 
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Diana J. hat geschrieben:
Hallo, ich habe darüber hier noch nichts gefunden.

Mich würde mal interessieren (und andere vieleicht auch ;) ) ,keine Angst ,das heist jetzt nicht das wir diese Probleme haben.

Welche typischen Anzeichen für eine Gebährmutterentzündung gibt es?
Der ersten Anzeichen können übermäßiges Saufen des Hundes sein, auch wenn es nicht warm ist. Wir haben das bei unser Quanda dann mitbekommen, denn der Napf war andauernd leer. Dann kommt meist Ausfluss dazu, der unangenehm riecht, zumindest ist es bei einer offenen Entzündung so. Bei einer geschlossenen Entzündung ist es nicht so einfach zu erkennen.
Wie wird behandelt? Wie lange dauert so eine Behandlung?
Nach Feststellung wird mit Antibiotika behandelt.
Ist eine Kastration die Folge einer solchen Erkrankung?
Nicht zwangsläufig, kommt auf die Schwere der Entzündung an.

Ich danke euch schon mal für eure Antworten :klasse:

Aber Elke Mirbach kann hierzu ganz bestimmt konkretere Aussagen machen, stimmts?

_________________
LG
Katrin
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Ich bin dem Cavaliervirus verfallen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gebährmutterentzündung
BeitragVerfasst: So 18. Okt 2009, 17:25 
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Danke für die ausführlichen Antworten :klasse:

Kann man eigentlich vorsorglich etwas machen? Bzw. was fördert diese Erkrankung?

_________________
Liebe Grüße Diana und Hundis


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 Betreff des Beitrags: Re: Gebährmutterentzündung
BeitragVerfasst: So 18. Okt 2009, 17:30 
Das Leitsymtom bei beiden Formen der Pyometra ist vermehrtes Trinken. Das ist meist so doll ausgeprägt, daß es den Besitzern auffällt.
Zur Abklärung dienen eine Blutuntersuchung und/oder eine US -Untersuchung. Meist ist dies nur dann notwendig, wenn es sich um eine geschlossene Pyo dreht. Das bedeutet, daß der Muttermung zu bleibt und der Eiter nicht abfließen kann. Hier hilft nur eine rasche Op, denn die Gebärmutter kann platzen und das Sekret würde sich in den Bauchraum ergießen.Eine Bauchfellentzündung bzw Blutvergiftung wären u.U. die Folge.

Bei einer offenen Pyo kann der Eiter durch die Scheide abfließen und macht damit die Diagnosestellung leichter. Ist das Allgemeinbefinden der Hündin noch gut, d.h. frißt sich noch und erbricht noch nicht, kann eine konservative Behandlung mit Antibiose versucht werden. Man muß jedoch gut aufpassen, denn der Zustand kann sich sehr rasch verschlechtern. Und zwar so dramatisch, daß man sich der Möglichkeit einer OP selber beraubt, weil der Hund die Narkose nicht mehr überleben würde. Verantwortlich für die Verschlechterung ist fast immer der Anstieg von Harnstoff im Blut und die daraus resultierende Blutvergiftung. Man darf nicht vergessen, daß eine solche Hündin einen verhältnismäßig riesigen Abszess im Körper trägt.

Zweitens muß dem Besitzer klar gemacht werden, daß es ,selbst wenn die Erkrankung abgeheilt ist, nach der nächsten Läufigkeit zur erneuten Entzündung der Gebärmutter kommen kann- und das die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist. Außerdem sollte man beachten, daß es passieren kann, daß eine Hündin nach Abheilung der Pyo nicht mehr tragend werden kann.

Die Pyo entsteht entwerder durch hormonelle Probleme wie Eierstockszysten oder das Einwandern von Keimen in die Gebärmutter während der Läufigkeit, da der Muttermund dann offen ist. ES entsteht oft ein fatales Mißverständnis, denn der Körper deutet das Größerwerden des Uterus als Trächtigkeit und unternimmt nichts zur Bekämpfung. Erst relativ spät erkennt der Körper den Eiterherd als solchen und reagiert mit Abwehr in Form von Fieber. Das wird begleitet durch og Durst, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Mattigkeit.
Im Vordergrund sollte IMMER das Leben der betroffenen Hündin stehen. Übereinstimmend sagen die Besitzer, daß die Hündinnen ca 6 bis 8 Wochen nach der Totaloperation um Jahre jünger zu sein scheinen. Sie sind fitter und aktiver. Das resultiert wahrscheinlich daraus, daß die Hündinnen schon länger Probleme mit der Gebärmutter hatten bevor es zur Ausbildung der Symptome und damit zur Eskalation gekommen ist.

Betroffen sind hauptsächlich Hündinnen ab dem 6./ 7. Lebensjahr bzw Hündinnen, die mit kastrierten Rüden zusammen leben und deren Besitzer glauben, daß man das Decken der Hündin nicht verhindern muß, weil " da kann ja nix passieren!"

Man sollte sich immer notieren wann eine Hündin läufig war, da die Nähe der Läufigkeit zum Auftauchen der Symptome sehr aufschlußreich ist. Hündinnen, die zu Problemen mit der Gebärmutter neigen sollte man während der Läufigkeit homöopatisch unterstützen. Z.B. mit Metrovetsan-Tropfen. Hier spiel Pulsatilla die größte Rolle, weil sie die Selbstreinigung unterstützt.

VG
Elke


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 Betreff des Beitrags: Re: Gebährmutterentzündung
BeitragVerfasst: So 18. Okt 2009, 17:39 
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Danke Elke für die Ausführungen. Das ist ja sehr interessant mit den kastrierten Rüden!

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LG
Katrin
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 Betreff des Beitrags: Re: Gebährmutterentzündung
BeitragVerfasst: So 18. Okt 2009, 18:30 
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Danke Elke, sehr informativ :klasse:

Das mit dem Kastraten, wußte ich auch noch nicht, hab ja einen hier. Ich habe ihn aber auch immer ermahnt und runter geschickt, wenn er es versuchen wollte. :shock:

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Liebe Grüße Diana und Hundis


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 Betreff des Beitrags: Re: Gebährmutterentzündung
BeitragVerfasst: So 18. Okt 2009, 19:08 
Daß ein Rüde kastriert ist, bedeutet ja nur, daß keine Samenzellen mehr in seinem Ejakulat sind. Prostatasekret und vor allem Keime bringt er jedoch mit einem Decksprung direkt auf ihren Weg in den Uterus. Dieser Gefahr setzt man die Hündin völlig unnötig aus, da sie ja nicht tragend werden soll.

VG
Elke


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 Betreff des Beitrags: Re: Gebährmutterentzündung
BeitragVerfasst: Mo 19. Okt 2009, 08:47 
Danke Elke, sehr gut erklärt.
Bei der Hündin meiner Schwägerin war es sehr seltsam. Sie wurde von der TAin auf Blasenentzündung hin einige Tage behandelt aber es wurde immer schlimmer. Als meine Schwägerin dann abends zu einer anderen TAin in den Notdienst fuhr, behielt die die Hündin gleich da, Not-OP und man wußte nicht ob sie die Nacht überleben wird. Es war eine ca. 12 Jahre alte Labrador-Hündin und es ging ihr superschlecht aber sie schaffte es. Die Gebährmutter war so stark vereitert das es echt gefährlich wurde (ich weiß nicht mehr was es war, aber irgendeine Innerei ist wohl normalerweise so dick wie ein Bleistift und hatte damals die Dicke einer Fleischwurst erreicht). Sie schaffte es und lebte noch ein gutes halbes oder dreiviertel Jahr bis sie an einem plötzlichen Krebsleiden starb.
Der Schreck der Fehldiagnose sitzt meiner Schwägerin heute noch in den Knochen und sie beobachtet ihre zweite auch ältere Labrador-Hündin seitdem etwas genauer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gebährmutterentzündung
BeitragVerfasst: Mo 19. Okt 2009, 09:27 
Boah das macht mich echt wütend - wenn die Gebärmutter so dick wie eine Fleischwurst angeschwollen war, würde selbst ein Kleinkind das ertasten können ...


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